Jeder Raum klingt anders. Gute Planung beginnt mit Zuhören.
Referenzen
PLENARSAAL MÜNCHEN
MASSNAHME
Erneuerung der Diskussions- und Beschallungsanlage sowie raumakustische Beratung im Plenarsaal des Bayerischen Landtags
BETREUTES GEWERK
Medientechnik, Raumakustik
ZEITRAUM
2022 – 2024 (LP1 bis 8)
UNSERE LEISTUNGEN
Planung + Ausschreibung, Bauüberwachung / Projektleitung
BESONDERHEIT
Verbesserung der Sprachverständlichkeit durch ein neues Beschallungssystem. Neue Diskussionsanlage mit Abstimmungsfunktion, eingebaut in der vorhandenen Möbel und vernetzt mit der Mediensteuerung im Bestand. Modernisierung der Dateninfrastruktur.
ANLAGEN / SYSTEME
Sonderentwicklung einer individualisierten Medienleiste mit Lautsprecher, Mikrophone, RFID-Kartenleser, Abstimmfunktion, persönlichen Medienanschlüssen. Errichtung einer neuen Leitungsinfrastruktur, Netzwerkkomponenten. Anbindung an ein IT-System zur Auswertung der Abstimmungen. Anbindung an ein bestehendes Crestron-System zur Steuerung der Plenarsitzungen und des Besucherdienstes. Entwicklung eines auf den Saal angepassten Beschallungsdesigns zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit. Anpassung der Rückwandkonstruktion zur Erhöhung der Absorption zur Verringerung der Nachhallzeit.
Perfekte Voraussetzungen für Dialog und Zusammenarbeit
Projektbericht zur Erneuerung der Diskussions- und Beschallungsanlage sowie zur raumakustischen Verbesserung im Plenarsaal des Bayerischen Landtags
- Line Arrays: Drei Line Arrays mit jeweils sechs Lautsprechersystemen wurden an der Präsidiumsrückwand installiert, um den gesamten Plenumsbereich vollständig und gleichmäßig mit Schallenergie versorgen zu können. Zudem musste penibel darauf geachtet werden, möglichst wenig der umliegenden Flächen durch Streuschall anzuregen.
- Punktschallquellen: Zur Beschallung der Galerie, welche überwiegend für Besucher und Presse bestimmt ist, wurden zusätzlich sieben Punktschallquellen vorgesehen. Diese versorgen im Galeriebereich für eine höhere Direktivität und Sprachverständlichkeit, ohne dabei störende Reflexionen zu erzeugen.
- Mikrofone: Zur individuellen Abnahme des jeweiligen Mitglieds des Landtags oder Regierungsvertretung und Integration in die Diskussionsanlage wurden flexible und demontierbare Mikrofone eingesetzt.
- Lautsprecher: Für die direkte Wiedergabe von Beiträgen an jedem Sitzplatz wurden kompakte Einbaulautsprecher integriert.
- RFID-Kartenleser: Zur Identifizierung der Abgeordneten für Abstimmungsprozesse kamen RFID-Kartenleser an jedem Platz zum Einsatz.
- Abstimmfunktion: Die elektronische Abstimmung mit den Optionen Ja, Nein und Enthaltung sowie die Auswertung der Ergebnisse wurde in die Anlage integriert.
- Medienanschlüsse (LAN, USB): Für den Anschluss von Laptops und weiteren Geräten wurden Medienanschlüsse eingebaut.
- Verkabelung: Die gesamte Verkabelung der eingebauten Sprechstellen wurde vollständig neu erstellt und in flexiblen Rohren verlegt, um eine spätere Erweiterung, Nachbelegung und einfache Wartung zu ermöglichen. Zudem wurden neue Leitungen im Doppelboden zu den einzelnen Sitzreihen geführt. Da jeder Tisch einzeln demontierbar ist, wurde die Verkabelung so hergestellt, dass die Verkabelung der Tische einfach gesteckt werden kann.
- Netzwerkanbindung: Für die Diskussionsanlage wurde ein eigenes Netzwerk aufgebaut, das an die bestehende Infrastruktur angebunden wurde.
- Steuerung: Die neue Diskussionsanlage wurde in das bestehende Crestron und QSYS- System integriert und ermöglicht eine zentrale Steuerung der Plenarsitzungen.
- Redundante Zentraleinheiten: Für maximale Betriebssicherheit wurden in der Regie redundante Zentraleinheiten und Server mit zusätzlichem Batteriepuffer installiert.
Der straffe Zeitplan erforderte eine präzise Koordination aller Gewerke, welche durch das Büro a+p Architekten reibungslos durchgeführt wurde. Die Umsetzung übernahm die Protones GmbH & Co. KG. Trotz der kurzen verfügbaren Bauzeit konnte das Projekt termingerecht abgeschlossen werden.
Projektbericht Plenarsaal.pdf
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